Mittwoch, 4. April 2012

Bauanleitung H0 Pur Weiche EW 190 - 1:9l Fsch (H) nach H0 Pur / Fremo:87 Norm entsteht im Selbstbau - zweiter Bauabschnitt



Das bearbeiten und korrekte verlegen der Schwellen auf der Schablone


Wie es schon im ersten Teil dieses Berichts beschrieben, werden nun die Schwellen auf ihr exaktes Maß abgelängt. Beginnen werde ich mit der längsten Schwelle hinter dem Herzstück, so kann eine Schwelle, welche beim bearbeiten vielleicht einmal zu kurz geraten sollte, immer noch für die nächste kürzere Verwendung finden und es entsteht dabei kein Ausschuß.
Die Länge der jeweiligen Schwellen kann direkt von der Schablone, in meinem Fall mit dem Meßschieber, abgegriffen oder durch dividieren des Faktor 1:87 der jeweils an den Schwellen auf der Schablone gekennzeichneten Originalmaße errechnet werden.
Nach diesen Maßen wird die jeweilig benötigte Schwelle mit dem Laubsägebügel und einem guten feinen Metallsägeblatt von den vorbereiteten Pertinaxstreifen abgelängt.
Auch wenn es im ersten Moment etwas aufwendig erscheint, Länge ich besonders bei Weichen jede der Schwellen einzeln ab und verarbeite diese auch gleich. Jede einzelne Schwelle wird sorgfältig mit Feile und Schleifleinen bearbeitet, zum einen um den Grad des Sägens besonders auf der zu klebenden Seite zu entfernen und zum anderen bei Unstimmigkeiten des korrekten Maßes betreffend, dies zu korrigieren.


Die benötigten Werkzeuge, Hilfsmittel und Materialien zum erstellen eines Schwellenrost auf einer Weichenschablone im Überblick

Geklebt werden die Schwellen mit dem einfachen UHU lösungsmittelhaltigem Alleskleber.
Man kann gar nicht glauben, wie zuverlässig dieser eigentlich einfache Alleskleber die verschiedensten Materialien verbindet.
Der Grund zur Wahl dieses Klebstoffes ist, dass dieser unter Verwendung von Aceton jederzeit wieder gelöst werden kann.
Das ist daher wichtig, dass die dann fertiggestellte Weiche später wieder sicher und ohne Beschädigungen vom Montagebrett abgelöst und auf einer speziellen Unterlage auf dem Segment befestigt werden kann.
Beim verkleben der Schwellen muß unbedingt immer wieder kontrolliert werden, dass diese in einer Flucht / Höhe zueinander auf der Schablone zu liegen kommen. Darauf habe ich beim Bau meiner ersten Weiche nicht allzu stark geachtet, ganz schnell war ohne es gleich zu bemerken ein Höhenunterschied der Schwellen untereinander teils von 0,1 - 0,2 mm  entstanden.
Dies wird jetzt auf den ersten Blick vielleicht nicht so tragisch klingen, ist aber spätestens beim auflöten der Rippenplatten / Schienenstühlchen auf die Schwellen ein sehr großes Problem, da diese dementsprechend auch nicht in der gleichen Höhe zu liegen kommen und somit das Schienenprofil nicht in jene ohne größeren Widerstand einschiebbar ist. Dies würde im schlimmsten Fall ein totales verziehen des Profil ergeben, welches wiederum das befahren der Stellen ohne Entgleisung mehr als in Frage stellt. Natürlich leidet darunter auch die Optik!
Beim Bau einer Weiche oder Gleise nach H0 Pur Norm  muß wirklich unbedingt äußerst präzise und sehr sorgfältig gearbeitet werden - alles andere macht keinen Sinn!
Das Prüfen einer korrekten Flucht / Höhe der Schwellen geschieht mit einem Winkel, was im nächsten Bild demonstriert wird. Dazu habe ich im Zungenbereich zwei Schwellen geklebt, um eine Auflage des Winkel zur Prüfung zu erwirken.
Dabei sollte immer ein Leitsatz gelten: Prüfen, prüfen und nochmals prüfen!





Das erstellen des Schwellenrost auf der Weichenschablone war nun "die Aufwärmübung" beim Bau einer gelöteten H0 Pur Weiche. Ich werde nun die restlichen Pertinaxschwellen anfertigen und verkleben um in Bälde in diesem Blog mit dem "eigentlichen Aufbau" der Weiche beginnen zu können.

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