Mittwoch, 30. Juli 2014

Eine feine kleine und interessante Homepage mit schönen Projekten rund um die Modellbahn in 1 : 87 - die Modellbahn HP von Kay Ehrenberg








Eine sehr schöne und interessante private Modellbahn - Website im Maßstab 1 : 87 unterhält der Kollege Kay Ehrenberg von der Pegnitz in Bayern.
Modell und Rechte der Aufnahme by Modellbahn Kay Ehrenberg

Den ersten zu seiner Zeit noch unbewußten Kontakt zu dieser HP hatte ich vor einiger Zeit über diese im Bild rechts zu sehende verfeinerte und betrieblich gealterte Kö II in der DRG von BRAWA, welche ich bei einer suche im Net auffand.

Unter dem Link Modellbahn Kay Ehrenberg ist diese Website ua. auch mit einem Bericht zur Kö II von BRAWA und inhaltlich ein paar weiteren schönen Basteleien und neben dem Modellbau noch diversen anderen Themen erreichbar.

Was mich an dieser HP so sehr fasziniert, ist deren einfacher Aufbau mit Beiträgen, welche wunderbar leicht nachvollziehbar sind.
Kurz und gut, bei der Lektüre der Beiträge kann ich mich selbst an Hand so einiger dort gezeigter Projekte und vorgetragener Beispiele identifizieren, ja es gibt so einige starke parallelen vergleichbar mit meiner vor vielen Jahren begonnene Leidenschaft des Eisenbahn Modellbau!
Genau dieser Umstand macht ua. diese Website für mich persönlich so sehr interessant!

Im folgenden möchte ich einige Projekte von Kay aufzeigen, welche mich persönlich wohl am meisten begeistern:

Sonntag, 27. Juli 2014

Der preußische Rungenwagen SSk Köln von Fleischmann und die mit Ölfarben gealterte Ladefläche








Nachdem ich an diesem Schienenwagen SSk Köln von Fleischmann die Drehgestelle bearbeitet habe wovon ich hier im Blog berichtete, soll nun als nächster Arbeitsschritt der Versuch einer vorbildgetreuen und realistischen "gealterten" Farbgebung der Ladefläche erfolgen, wobei ich das aus Kunststoff bestehende Bauteil mittels einiger Öl - Farben einen im Arbeitsalltag solch eines Wagen etwas strapaziertes hölzernes Outfit verpassen möchte.

Ja ihr habt es gerade richtig gelesen, ich werde nicht nur an der Ladefläche, sondern auch den kompletten übrigen Wagen ausschließlich mit Öl - Farben bearbeiten, dies soll einmal ein Versuch darstellen in wie weit es möglich ist, mit dem Pinsel aufgetragene Öl - Farben an einem Modell die Qualität und Güte einer fachgerecht ausgeführten Airbrush Lackierung zumindest zu erreichen wenn nicht sogar stellenweise zu übertreffen!

Seit sehr vielen Jahren beschäftige ich mich immer mal wieder "bei Lust und Laune" mit der Ölmalerei und den feinen Ölfarben, natürlich bis dato auf solchen Untergründen wie Leinen oder auch Holz etc., nun soll der Versuch eben halt mit den Kunststoffen eines Modellbahnfahrzeuges als Untergrund erfolgen.
Fakt ist, dass es absolut möglich ist eine feste Verbindung von Ölfarben und Kunststoff unter einander herzustellen, dafür sorgen zudem auch sogenannte Malmittel oder Medium genannt, welche für sehr viele Aufgaben den Ölfarben untergemischt werden können.

Klar ist aber auch, dass man sich bei der Verarbeitung von Ölfarben auf mehr Zeit bis zur völligen Trocknung als es die geläufigen im Modellbau verwendeten Farben aufweisen einstellen muß.
Für mich persönlich stellt dies aber kein Problem dar, zum einen sind bei mir bekannter Weise immer mehrere Projekte gleichzeitig in Arbeit und unter zur Hilfenahme zB. eines Malmittel kann diese Trockenzeit wiederrum stark beschleunigt werden. Dieser Vorgang ist aber auch nicht ganz so einfach, es muß unbedingt dabei die richtige Dossies des jeweiligen Malmittel verwendet werden, ansonsten die Qualität der Ölfarben im getrockneten Zustand leiden könnte.
Von der Anwendung / Verarbeitung und weiteren Details der Ölfarben aber zu einem späteren Zeitpunkt mehr!

Nun stand wie gesagt die Einfärbung und Darstellung eines schon lange im Betriebsgebrauch befindlichen  Wagenboden gemäß den "großen Vorbildern" so gut es mir möglich ist auf dem Programm. 



Das erste Ergebnis steht nun wieder dem Wagen zugefügt auf dem Gleis eines Westentaschen Moduls.
Dieses Motiv und die weiteren folgenden  sollten und müssen unbedingt im freien bei richtigem Sonnenlicht gekonnt fotografiert werden, damit die schönen Farben erst richtig zur Geltung kommen können.
Leider ist wohl gerade "das richtige fotografieren" mein absoluter Schwachpunkt, auch fehlt es mir an der dafür notwendigen und kostenintensiven Ausrüstung.
Dieses mir fehlende Können empfinde ich als sehr schade, läßt sich aber zur Zeit auch nicht sofort ändern.

Der fehlende Pufferstößel der angebauten vierschlitzigen gefederten Stangenpuffer von Weinert im Bild links ist mir abhanden gekommen, eine große Suchaktion nach dem Ding steht noch bevor.

Ein paar Bilder und Worte zur Einfärbung des Wagenboden im Detail sollen nun folgen:


Mittwoch, 23. Juli 2014

Ein paar Bilder zum Tag - Abendstimmung am Kleinbahngleis --//-- zuzüglich heutiges neues Update von mehreren Bildern








Ohne vieler Worte, nur ein Paar Bilder ...



In diesem Bild die aus einer Grasmatte von Noch gezupften Grasbüschel mit verschiedenen Farbtönen entsprechend dem Frühherbst graniert ...



... und hier im Bild noch Original ohne Farbgranierung.

Sollen noch ein paar weitere Aufnahmen folgen:

Montag, 21. Juli 2014

Der gekappte Strommast und einige verschiedene kleine Gleisübergänge - schöne im Modell nachahmenswerte Details am Rande der Kleinbahnstrecke








In der zur Zeit herrschenden Sommerzeit kommt natürlich bei vielen Kollegen die Modellbahn ganz bewußt etwas zu kurz, ja manche legen auch regelrecht eine Sommerpause ein, die momentane Urlaubszeit und andere Aktivitäten im Freien sind angesagt und viel wichtiger, als in der Bude bei der Modellbahn etc. zu hocken.
Davon schließe ich mich nicht aus, auch ich bin zur Zeit im Jahresurlaub außer Landes zu finden, um aber das berühmte Sommerloch in diesem Blog etwas zu überbrücken, werde ich heute ein paar Vorbildaufnahmen von meiner Meinung nach schönen Details im und neben dem Gleis einer Klein- und Nebenbahn zeigen, welche vielerorts zu finden waren oder es noch sind, die relativ schnell nachgebaut werden können und eine Szene auf den Modulen etc. positiv bereichern können.

Vielleicht sind die folgenden Vorschläge für den einen oder anderen Besucher des Blog auch der Anreiz für eine eigene kleine Bastelei.


Bei der Suche in meinem Online - Archiv nach ein paar ganz bestimmten Fotografien von der ehemaligen Zschornewitzer Kleinbahn, bin ich auf ein schönes nettes Detail neben dem Gleis getroffen, welches beim betrachten die Idee in mir auslöste, dieses eher unscheinbare demontierte Relikt aus vergangenen Betriebszeiten für eines der Westentaschen Module nachzubilden.
Bei diesem Relikt handelt es sich um einen ehemaligen Strommasten mit zusätzlich angebauter Leuchte, dessen ehemalig bestückte Überlandleitung ua. die Aufgabe der Energieversorgung von weiter entfernt liegender Masten mit Leuchten und zur Versorgung einiger Schuppen im Umfeld mit Strom im Bezirk eines Befehlsstellwerkes der Grubenbahn inne hatte.
Nachdem das Stellwerk neben der Großzahl der Gleisanlagen und der an dieser Leitung angeschlossenen Stromabnehmer durch Demontage ihrer kompletten Aufgaben für immer entledigt geschlossen wurde, hatte man für die Stromzuführung und deren weiteren Unterhalt selbstredend keinen Bedarf mehr anzumelden, so wurde dieser und einige weitere der Leitungsmasten kurzum mit der Kettensäge gekappt!
Das daraus entstandene Ergebnis dieser Tat ist nun im rechten Bild erkennbar.

Soll nun solch ein Teil im Modell entstehen, hat man mehrere Möglichkeit dieses nachzubilden.
Zum einen bietet wohl die Zubehörindustrie verschiedene Bauarten von Leuchten (zB. BRAWA?) etc. nach DDR Vorbild an, welche ebenso dem Vorbild in meinen Bildern mit denn beiden prägnanten "Betonfüßen" ausgestattet sind. Ein Nachteil an der ganzen Sache wird dann wohl die Demontage der Leuchte selbst sein, um das untere Teil gewinnen zu können.
Ein für meine Begriffe weiterer Nachteil ist die Ausführung selbst komplett aus Kunststoff bestehend, wobei die Hersteller der Leuchten gelinde gesagt etwas nachlässig gearbeitet haben, so dass gerade die Nachbildung der Betonteile wirklich nicht das berühmte "Gelbe vom Ei" darstellt.
Ergo bleibt für mich wenn eine Nachbildung der Situation nach Vorbild stattfinden soll, mal wieder "nur der Eigenbau" übrig!



Einige dieser Relikte einer früheren Zeit möchte ich nun in naher Zukunft per Eigenbau im Modell darstellen.
Gerade zur währenden Sommerzeit sind solche kleineren Basteleien gerade richtig, sie sind überschaubar und gehen relativ schnell von der Hand.

Neben diesem zum Nachbau erwähnenswerten Detail, habe ich noch einige andere "schöne Sachen" gefunden, die zu einer Nachstellung im Modell wie ich finde regelrecht auffordern:

Freitag, 18. Juli 2014

Video - Bauanleitung zur Stahlschwellenweiche in bewegten Bildern von RST Eisenbahnmodellbau auf Youtube







Seit dem gestrigen Tage ist auf Youtube ein von RST Eisenbahnmodellbau produziertes Video erreichbar, welches sehr anschaulich und in bester Qualität in 32 - minütiger! Laufzeit den Bau einer Stahlschwellenweiche aus dem Bausatz von RST Eisenbahnmodellbau Ralph Steinhagen in leicht verständlichen Schritten dokumentiert.

Dieses Video ist neben der von mir schon in einem früheren Beitrag im Blog erwähnten sehr guten Bauanleitung in Schriftform nun als Ergänzung zu dieser als eine Bauanleitung in bewegten Bildern zu verstehen und .dient bestens als ein weiteres "Hilfsmittel" zum eigenen erfolgreichen Erstellen einer maßstäblichen Stahlschwellenweiche aus dem Bausatz von RST.




Donnerstag, 17. Juli 2014

Weinert Modellbau "mein Gleis" Weichen und Gleise - und der Bausatz der "kurzen" 355 mm messenden Außenbogen (Y) - Weiche ABW 49 - 190 - 1:6,6








Mit dem Bausatz der Weinert "mein Gleis " kürzeren Außenbogen (Y) - Weiche 190 - 6,6 Ablenkungswinkel 8,6° bei einer Länge von 355 mm (Bestellnummer 74669) ist nun die dritte Weiche bearbeitet bzw. zusammen gesetzt und zum Einbau auf das Zweite der beiden ersten in Fertigung befindlichen Westentaschen Module vorbereitet und dann eingebaut worden.
Wie ich es schon einmal in einem früheren Beitrag zum Thema der Weinert Weichen erwähnte, möchte ich auf diesen beiden Modulen, welche eine Gesamtlänge von "nur" 1200 mm aufweisen, die zur Verwendung bestimmten Weichen in verschiedenen Bauarten aus Rolf's Regal verwenden.
Ergo soll und darf keine Weiche der anderen gleichen, so wie es in den aller meisten Fällen auch beim Vorbild zu finden ist.

Dieser Eingangs gefaßte Plan war nun aber gar nicht so einfach umzusetzen, setzen doch die Westentaschen Module in ihren geringen Abmessungen und dem eigens für das Gesamtprojekt aufgestellten Raster der Modulübergänge extrem harte Grenzen um dieses Projekt realisieren zu können und "ganz nebenbei" sollte doch auch ein realistisches Bild der verlegten Weichen und Gleise erzeugt werden.

So möchte ich nicht verschweigen, dass die Grundidee der Verwendung verschiedener Bauformen von Weinert Weichen auf einem Modul ua. auf den Kollegen Armin Mühl zurück zu führen ist, besagter Kollege hatte schon Ende des Jahres 2012 im DSO Modellbahn Forum mit den zu dieser Zeit relativ neu am Markt verweilenden verschiedenen Bauarten an Weinert Weichen ein weiteres meiner persönlichen Meinung nach aller bestens und realistisch in Szene gesetztes Modul für sein großes Modularrangement "Muehlenroda" der Öffentlichkeit vorgestellt.

Diese nun für ein Westentaschen Modul geplante Außenbogen - Weiche  wird in ihrer Konstruktion ein "Zwitter" darstellen, Zwitter in dem Sinne, dass die Schienenstöße auf den Doppelschwellen einer einzelnen Weiche neben einigen Fällen verlascht und in weiteren Fällen "verschweißt" sind. So sind beide dieser Technologien an einer Weiche vorhanden und kennt so einige mir bekannte Vorbilder, ua. auch bei der ehemaligen Zschornewitzer Kleinbahn.
Durch diese Art des Bau und verlegen der Weiche wird natürlich auch einige Zeit an Arbeit eingespart und dabei u.a. weniger Abgriffspunkte für deren Stromversorgung benötigt.
Die restlichen Detailarbeiten an dieser Weiche stehen zur Zeit noch aus, diese werden nach Fertigstellung des ersten Modul in Angriff genommen.



Die nun auf dem Westentaschen Modul verlegte Außenbogenweiche (ABW) 49 - 190 - 1:6,6 und deren Aufgabe als Abzweig aus dem Hauptgleis in eine geplante Abstellgruppe / Industriegleis, ist in einer asymmetrischen Form dargestellt, d.h. beide abzweigenden Stränge besitzen einen voneinander unterschiedlichen Abzweigradius, so es auch in vielen Fällen beim Vorbild zu finden ist.

Mittlerweile sind nun auch die beiden Module wenn sie miteinander verbunden zur vollsten Zufriedenheit befahrbar, dies natürlich eine sehr große Freude beim zukünftigen Besitzer ausgelöst hat. Trotz der zur Zeit beschränkten Gleisanlage testete er sehr ausgiebig 3 Tage lang und mit sichtlich großer Zufriedenheit die beiden Module.
Da die Weichen an den Modulenden so verlegt wurden, dass eine kurze C- oder D -  gekuppelte Lokomotive auf dem Gleis ohne Probleme umgesetzt werden kann, konnte er schon eine längere Sägefahrt neben etwas rangieren von ein paar Wagen durchführen.
Alles in allem haben die beiden Westentaschen  Module im derzeitigen Rohbauzustand ihre Feuerprobe bestens bestanden!
Nun sind die beiden ersten Module wieder unversehrt in meinem Arbeitsraum zurück gelangt und der weitere Aufbau kann folgen.

Sollen nun ein paar Bilder und Worte im Detail zur verlegten Außenbogen - Weiche folgen:

Sonntag, 13. Juli 2014

Die unerwartete Erfüllung eines kleinen Wunsches - der tschechische vierachsige Silowagen Uacs








Im September 2013 hatte ich im Zuge einer meiner kleinen Fototouren an der ehemaligen Zschornewitzer Kleinbahn im Bereich des Werkes / Betriebes der ehemaligen Elektroschmelze und jetzigen Treibacher Schleifmittel Zschornewitz GmbH zwei für mich doch sehr interessante Fahrzeuge auf die Platte gebannt.

Bei diesen beiden Fahrzeugen handelt es sich eher unspektakulär um ein Akkuschleppfahrzeug (ASF) der ehemaligen DDR Produktion mit neuester Lackierung des nun ebenfalls neuen Eigner eben dieser Treibacher Schleifmittel Zschornewitz GmbH und einem der prägnanten vierachsigen tschechischen Silowagen Uacs, dessen Fristen schon seit einigen Jahren abgelaufen und deshalb so wohl in seinem Leben niemals mehr die (öffentlichen) Gleise der DB AG befahren wird.

Eingestellt bei der Treibacher Schleifmittel GmbH in Zschornewitz als Privatwagen aus dem ehemaligen Bestand des Fahrzeugpark eines staatlichen Chemiebetriebes im tschechischen Sokolov übernommen, dessen neuer Eigner ebenfalls die heute weltweit in diversen Länder Fertigungsstätten besitzende und agierende Treibacher Schleifmittel GmbH ist, hat es ihn bis hierher verschlagen.

Dieser Wagen nun fungiert hier in Zschornewitz als reiner innerbetrieblicher Werkswagen und wird mittels dem vor wenigen Jahren bei der MaLoWa im Mansfelder Land komplett revidiertem und seinem heutigen Outfit versehenen ASF 16 auf den Werksgleisen bewegt.



Dieses Motiv der beiden Fahrzeuge gefällt mir eigentlich so gut, dass ich damals bei der Aufnahme dieser Szene auch kurz einmal darüber nachdachte, solch ein kleines Arrangement wie es das Bild zeigt im Maßstab 1 : 87 zu erstellen.
Einige Recherchen im www. zu solch einem Wagen im Modell brachten zwar als Ergebnis  die tschechischen Modellbahn Hersteller Zerba und Bramos ins Spiel und unter diesen Marken in den 1990er Jahren einmal ein solcher Wagen im Maßstab 1 : 87 erhältlich war, aber in heutiger Zeit wohl schon eine ganze Weile nicht mehr produziert wird.
Mit dieser Erkenntnis legte ich zu seiner Zeit meinen  Wunsch  ad' Akta.



Vor ein paar Wochen nun bin ich durch einen großen Zufall in der Bucht auf einen Anbieter aufmerksam geworden, welcher eben diesen Wagen aus dem Bestand einer Geschäftsaufgabe in fabrikneuem Zustand im Modell anbot.
Da gab es für mich natürlich kein halten mehr und so gelangte dieses Modell eines vierachsigen tschechischen Silowagen Ucas nagelneu und komplett mit allen Zurüstteilen in meinen Bestand, wovon ich im folgenden weiter berichten werde:

Mittwoch, 9. Juli 2014

Mechanische Weichenantriebe mit Servo Antrieb von H0fine zur Verwendung für die Westentaschen Module







Lange Zeit ist es her, dass ich mich mit rein mechanischen Weichenantrieben in diesem Blog beschäftigt habe.
Vor gut 2 Jahren hatte ich ein paar Beiträge hier im Blog zu den seiner Zeit gerade frisch und neu am Markt erschienenen Antrieben von H0fine gepostet. Dabei war ich damals sehr begeistert und überzeugt von der doch relativ einfach aufgebauten Konstruktion und den verschiedensten Möglichkeiten der Anwendung in der Praxis!

Nach nun einer längeren Zeit des Betriebes eines solchen Antrieb, installiert unter einer H0pur Weiche und wobei dieses Experiment bis dato absolut Fehlerfrei und ohne Probleme zu bereiten verlief, wurde nun im Kollegenkreis beschlossen, für das Projekt Westentaschen Module eben diesen Weichenantrieb aber zuzüglich mit dem seit einiger Zeit diesem Antrieb bestückten Servo für den digitalen Stellvorgang von Weichen etc. zu verwenden.

Jawohl Digital!
Die komplette Steuerung der Westentaschen Modul wird DCC Digital mit der Multimaus von Roco und da bei den Kollegen weiterhin vorhanden, der Steuerung von Lenz und der Daisy von Uhlenbrock erfolgen.
Das ist ein Kompromiß welchen ich persönlich eingehen mußte!
Eine Betätigung der Weichen und anderer Komponenten mittels Stelldraht oder Bowdenzug etc. kann und soll an diesen Modulen nicht realisiert werden.
Einer der Grundgedanken der Module besteht darin, dass jederzeit eine individuelle Erweiterung / Verbreiterung an den Längsseiten durch Ansatzsegmente möglich ist, so müßte man nach dem andocken von einzelnen Segmenten / Dioramen etc. jedesmal auch die Stellstangen / Bowdenzüge die an den Seiten eingebaut und bedient mit verlängern, dieser Umstand aber bei weitem zu umständlich und nervend sein würde.
Da es jedem Westentaschen Modulaner völlig freisteht in der Breite der Ansatzsegmente unabhängige Maße zu verwenden - einzig die Länge von maximal 600 mm ist auch für diese "Ansatzteile" bindend und Pflicht - würde man dann beim notwendigen verlängern jeder einzelnen Mechanik nach dem ansetzen zuviel an kostbarer Zeit vergeuden.

Über dieses Thema des individuellen verbreitern der Westentaschen Module durch Ansatzteile / Segmente wobei dies jedem Eigner selbst überlassen ist und wofür derzeit auch schon ein Raster für die Befestigungsbohrungen erstellt und festgelegt wurde und neben weiteren Ideen, werde ich demnächst hier im Blog ausführlich berichten.



Der Antrieb von H0fine im eingebautem Zustand unter einer Weiche im Modul.
Um es gleich vorweg zu sagen, dieses Teil erfüllt (fast) alle Wünsche und Ansprüche welche man an einen solchen (einfachen) Antrieb stellt!
Butterweiche Stellvorgänge inklusive einem exakten drehen der Weichenlaterne um 90°, dies konnte aber auch schon "der einfache" mechanische Antrieb von H0fine mit Bravour!
Das ist natürlich kein Wunder, ist doch die reine Stellmechanik des Antrieb mit Servo exakt die selbige derer ohne Servo.

Einziger Wermutstropfen des Antriebes:

der Schalter zB. zum polarisieren des Herzstückbereich je nach Weichenstellung fehlt leider am Servoantrieb, an der Stelle des Schalter hat nun der Servo Platz genommen. So ist ein polarisieren je nach Weichenstellung / Zungenstellung allein mit dem Antrieb nicht möglich.
Möglichkeiten zur Polarisierung der Herzstücke im Einklang der Stellbewegung des Antriebes gibt es aber dennoch einige, an erster Stelle steht wohl die Benutzung eines Servodecoder mit Umschaltkontakten / Relais.
In Kürze werde ich hier zudem eine sehr preiswerte und schnell zu realisierende, dabei aber auch sehr zuverlässige rein mechanische Möglichkeit der Polwendung durch den Antrieb selbst auszuführen vorstellen!

Im folgenden noch ein paar Details zum Antrieb neben weiterem wissenswerten zum Thema:

Samstag, 5. Juli 2014

Vom Schottergestein zum feinsten Gesteinmehl - das einfache herstellen von Gesteinmaterial verschiedenster Größen auf dem Küchentisch








Bei der realistischen Landschaftsgestaltung meiner Module und Segmente benötige ich natürlich neben vielen anderen Materialien auch Sande und Kiese verschiedenster Größen und Qualitäten.
Diese stelle ich mir nach meinen Wünschen und Vorgaben aus mineralischem Gestein recht einfach, effizient und schnell in eigener Regie her.
So ist es jederzeit möglich, einen nach den Vorgaben eines von mir nachzugestaltenden Vorbild auch die dabei den vorgegebenen Größen benötigten Gesteine bis zum allerfeinsten Mehl zB. zum verfüllen von Fugen einer mit Kopfsteinen gepflasterten Straße, je nach Bedarf und Menge kurzfristig anzufertigen.

Zu diesem Vorhaben verwende ich ganz normalen Schotter für Modellgleise mineralischem Ursprung, der von diversen Anbietern am Markt produziert aus "Echtstein" angeboten wird.
Im Laufe der Zeit hat es sich bei diesen Aktionen heraus kristallisiert, dass für bestes gelingen beim späteren gestalten und einfärben eine hellere Schotterart zB. aus Granitgestein wie es im Bild zu sehen ist, zur Verarbeitung explizit zu staubfeinem Mehl sehr von Vorteil sein kann. Selbstverständlich kann auch jedes andere bunte aber in seiner Grundkonsistenz harte Gestein für dieses Vorhaben verwendet werden.

Aber auch das dann schlußendliche realistische einfärben je nach Wunsch und Vorgabe ist in sehr einfachen Schritten durchführ- und erreichbar!

Wie gehe ich nun im einzelnen vor, um die von mir gewünschten Resultate in bester Qualität zu erreichen?
Dies soll heute das Thema dieses Beitrages sein.



Meine "Schottermahlfabrik" auf einen Blick.
Hauptbestandteil ist der zu sehende  Speisenzerkleinerer wie er in der Küche im Haushalt angewendet wird.
Dieses Gerät besitzt ein Schlagwerk mit Messer ähnlich einer Kaffeemühle, welches für meine gestellten Aufgaben vorzüglich funktioniert!
Das Gerät hatte ich vor ein paar Jahren voll funktionstüchtig bei einem Trödler für ganze 5 Euro erworben und ist bis heute ohne Probleme im Einsatz.
Am Kunststoffbehältnis bzw. dessen vollkommener Blindheit kann schon erkannt werden, dass dieses Gerät schon einiges an mineralischem Gestein zu meiner vollsten Zufriedenheit in meiner Werkstatt zerkleinern mußte.

Sollen nun einige Beispiele in Wort und Bild vom zerkleinern und jeweiligen Zustand des Gestein folgen:

Donnerstag, 3. Juli 2014

Das Modul - Projekt "Weinert mein Gleis" mit und für einen lieben Kollegen und eine dargestellte Sauerei im Gleis -/- ein Zwischenstand der Gestaltung









Nachdem die ersten Strukturen der Sand- und Kiesflächen hergestellt und mit Gestein und Schotter fest abgebunden sind, habe ich nun begonnen, mit der kleinen im rechten Bild zu sehenden Auswahl  an in sehr guter Qualität vorliegenden Ölfarben von Lucas  die ersten farblichen Akzente am Gestein zu setzen.

Zum anmischen dieser Ölfarben benutze ich in diesem Fall ausschließlich das Malmittel für Ölfarben Medium 1, welches im eigentlichem Sinne als Hilfsmittel zum grundieren auf saugfähigem Untergrund geschaffen ist.
Dabei ziehe ich mir aus dieser Konsistenz des Mittel den großen Vorteil, dass genau dieses Malmittel / Medium 1 die Farben in einen extrem fließbaren und zudem sehr matten und der Trocknung beschleunigten Zustand versetzt.
So wurden nun in vielen angemischten Farbtönen und Schattierungen gemäß denen des Sandes und Kieses beim Vorbild entsprechend eine Großzahl von einzelnen Steinen sehr zart eingefärbt, um ein erstes homogenes Bild in diesem Bereich zu schaffen.
Dieser mit jener Arbeit nun abgeschlossener Zustand ist nun in den folgenden Bildern zu sehen.



Der Sand neben den Schienen wurde mit einem ersten extrem dünn angemischten und einem dabei verschwindend geringen Farbanteil von Vandyckbraun sehr leicht benetzt, so dass ein erstes sehr leicht verschmutztes sandiges / lehmiges Grau entsteht. Diesen Vorgang werde ich noch einige Male wiederholen, um ein der Natur entsprechendes befriedigendes Ergebnis im Modell zu erhalten.
Gleichzeitig wird dann auch in Nuancen der Farbgebung das übrige Schotterbett mit bedacht.
Nun warte ich dringend auf einen sonnigen Tag um im freien ein paar bessere Bilder als die hier gezeigten bei schlechten Lichtverhältnissen aufgenommenen zu fertigen, denn nur bei bestem Licht ist der jetzige Zustand mit seiner schon großen Vielfalt an Farbtönen im Bild zu erkennen.

Im folgenden habe ich noch weitere Bilder zur Übersicht der kompletten momentanen Situation eingestellt:

Mittwoch, 2. Juli 2014

Das Modul - Projekt "Weinert mein Gleis" mit und für einen lieben Kollegen und eine dargestellte Sauerei im Gleis








Was für eine ziemlich große Sauerei aber auch ist denn hier im Gleis auf den Westentaschen Modulen zu erkennen - und was ist nur geschehen das solch ein Zustand eintrat?

So - oder durchaus auch in ähnlicher Weise werden sich wohl damals zu seiner Zeit die Passagiere gefragt haben, welche gemütlich mit dem Kleinbahnzug auf dem durchgehend geraden Hauptgleis an dieser Stelle vorbei zuckelten und aus dem Fenster ihres Coupe' schauend große Massen recht frischen Sand und Kies im und neben dem der Hauptstrecke abzweigenden Gleis mitunter leicht Kopfschüttelnd erblickten.

Ein Eisenbahn - Betriebsunfall ausgelöst aus der Unachtsamkeit des Personal der Rangiereinheit vor einigen Tagen, war der Auslöser dieser nun im Gelände umher liegenden Sandmassen.

Beim rangieren einiger mit Sand und Kies aus der benachbarten aufgeschlossenen Grube beladene offene Güterwagen, ist die Rangiereinheit ungebremst auf zwei im Nebengleis vorschriftsmäßig Profil frei und mittels Handbremse festgestellte ebenfalls mit Sand und Kies beladene offene Wagen aufgelaufen, wobei sich bei dieser großen Wucht des Aufprall eine Stirnklappe des ersten im Verband der aufgelaufenen Wagen öffnete und mindestens ein gutes Drittel der Ladung sich ins Gleis ergoß.
So jedenfalls steht es im Unfallbericht dokumentiert und geschrieben, Augenzeuge war ich bei diesem Unfall (altersbedingt) nicht.
Nachdem die verunfallten Wagen - es gab Gott Lob dabei keine Überpufferung, Entgleisung oder sonstige Schäden an Fahrzeugen und Gleis zu vermelden - wieder aus diesem Bereich abgezogen waren und die Stirnklappe des "Corpus delicti" mit großer Mühe geschlossen wurde, konnte von ein paar Eisenbahner der Sand und Kies aus dem Gleis soweit geschaufelt und neben diesem verteilt werden, so dass dieses schnell wieder befahrbar hergestellt war.
So wird der hier nun verbliebene Sand noch lange an diesen für die Kleinbahn "schweren Tag" der Unfallfahrt erinnern, denn ob der Sand irgendwann einmal komplett aus diesem Bereich beseitigt werden wird ...?

Diese geschilderte Situation der versandeten Gleisanlage sollte auf einem der Westentaschen Module nach dem Wunsch des Eigentümer realistisch nachgebildet werden.
Also mußte ich mir große Mühe geben um ihn nicht zu enttäuschen!



Die in den ersten "besandeten" Zügen der oben beschriebenen und hier realisierten Situation im Gleis eines Westentaschen Modul - Sand und Kies wohin das (Modell-) Auge reicht.

Die Idee der Darstellung dieser kleinen Szene im Modell wurde beim betrachten einiger von mir gefertigten Vorbildfotografien von der ehemaligen Zschornewitzer Kleinbahn im Westentaschen Modul Kollegenkreis geboren, wobei so es im folgenden gezeigt wird, aus zwei real existierenden Situationen im Gleis ein Zwitter im Modell gefertigt werden soll: