Donnerstag, 27. Juli 2017

Dreischienengleis, Kesselwagenwanne, Warnkreuze mit Blinklicht WSSB - ein paar geplante Basteleien nach der Sommerpause





Nach dem nun wieder in Kürze endenden Jahresurlaub werden in kommender Zeit drei verschiedene Bastelprojekte ihre Fertigstellung erfahren.
Von diesen möchte ich heute ein paar Bilder des momentanen Bauzustandes dem interessierten Leser vorstellen.
Die einzelnen Bauschritte jener Basteleien werden dann in nächster Zukunft von mir in gewohnter Weise in Wort und Bild folgen.


Ein Versuchsprojekt in für mich wahrlich ungewohnter 750 mm Schmalspur, stellt das von mir schon vor einiger Zeit hier im Blog in Wort und Bild vorgestellte Dreischienengleis H0 / H0e zuzüglich einem kompletten Seitenwechsel im Gleis nach dem Vorbild im Bahnhof Wolkenstein / Sa. direkt vor dem Stellwerk B 2 liegend dar.
Dieser Seitenwechsel im Dreischienengleis zur ehemaligen Pressnitztalbahn gehörend, war im klassischen Reichsbahn Oberbau K mit S 49 Schienen aufgebaut.

Für das erstellen dieses Gleises werden wie schon von mir hier im Blog vorgestellt ausschließlich die von Weinert Modellbau in 2017 angekündigten Neuheiten an Messingguß Schienenstühlchen / Rippenplatten verschiedener Bauart Verwendung finden.

Dabei es wird kein maßstäblich exakter Nachbau der Gleise nach Vorbild sein denn jenes Vorhaben ist nicht möglich, zum einen da die zur Verwendung kommenden Fahrzeuge Räder nach NEM und Rp 25 / 110 besitzen und zum anderen es auch leider beim besten Willen aus mehreren Gründen nicht möglich ist, mit diesem Material an Rippenplatten etc. von Weinert grundlegend maßstäblich zu bauen.

In der Hoffnung das der liebe Kollege Schienen(ver) bieger ein nicht zu sehr vernichtendes Urteil zu dieser Bastelei abgeben wird, werde ich dieses Geduldspiel par Exzellenz weiter betreiben.
Allein das in großen Teilen bedingte starke stückeln der Rippenplatten des Seitenwechsel der Schmalspur im Gleis ist ein Geduld- und Nervenraubendes unterfangen!!









Eine Schotterung zur Probe inklusive erster Grundbeize der Echtholz Schwellen sollen für heute der Vorstellung dieses Projektes genüge sein.
Detailliert in Wort und Bild werden dann zu gegebener Zeit die einzelnen Bauphasen von mir im Blog folgen.

Diese Projekt wird in Zukunft wohl noch um je eine Ausfädelung Zungenlos sowie mittels Zungen des Schmalspurgleises und einer Normalspurweiche EW 300 - 1:9!! mit im geraden Strang durchführenden Schmalspurgleis ausgedehnt bzw. erweitert werden.
Darüber sollte aber noch einiges zum Thema mit den "Auftraggebern" diskutiert werden 👍!!


Nebenbei betreibe ich die Fertigstellung der zur geplanten alten Füll- und Endladestelle für Kesselwagen zugehörige Kesselwagenwanne im H0 Pur Standard wenn auch im langsamen aber dennoch stetigen Gang voran.






Die Abdeckplatten für den Ablauf kommen von Weinert Modellbau und sind eigentlich für die Strassenabläufe gedacht.
Brüniert und später farblich behandelt erfüllen sie aber ganz gut ihren Zweck in der Wagenwanne.





Eine weitere kleinere Bastelei die ich schon eine Weile zu liegen habe, stellt der anspruchsvolle Bausatz für ein Paar Warnkreuze mit Blinklicht der Bauart Hl 64 WSSB von RST Eisenbahnmodellbau Ralph Steinhagen dar.
Mit diesem in geätztem Neusilberblech und verschiedenen beigefügten Messinggußteilen ausgestattetem Bausatz lassen sich zwei Haltelichtanlagen fertigen, welche in der ehemaligen DDR vielerorts an Bahnübergängen - Be- und Unbeschrankt etc. - installiert waren, aber auch vereinzelt noch heute betriebsbereit zu finden sind.







Dieser Bausatz von RST wird in Kürze in einzelnen Schritten der Fertigung in Wort und Bild vorgestellt werden.

Kommentare:

  1. Ich lese seit Geraumer zeit deinen Bog mit großem Interesse. Tolle Umsetzung und ein unglaublicher fundierter Modellbau. Danke dafür, nun habe ich doch mal ein Problem mit dem gezeigten Gleiswechsel nach Vorbild "Wolkenstein". Kannst Du an dieser stelle mal etwas erklären zu Bild 1 ganz rechts + Bild 2 unten. Ich kenne dieses nur als Radlenker - welche Aufgabe fällt diesen Teil hier zu und wie heißt es? Aus meiner Sicht macht es nur auf der Innenseite Sinn. Denn so können Regelspurfahrzeuge durchaus ein Problem bekommen.

    gruß Ralf

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    1. Moin Ralf,

      am Beginn meiner Beschäftigung mit diesem Gleiswechsel hatte ich auch das selbe Problem mit dem vermeintlichen Radlenkern auf "den falschen Seiten angeordnet"!
      Der Sinn dieser Anordnung ist aber der, dass die Radscheiben der Normalspurfahrzeuge im Bereich der Zunge / Ablenkung der Schmalspur vom Normalspurgleis nicht durch widrige Umstände verursacht auf diese Zunge heraufklettern und somit entgleisen könnten. Darum ist auf der gegenüber anderen äußeren Seite dieser umfunktionierte Radlenker zur Schiene als überhöhte "Zwangsschiene" angebaut. Diese würde nun im geschilderten Fall des heraufklettern eines oder mehrerer Radscheiben einen an den Radscheiben äußerlichen!! Zwang bewirken, so dass das Normalspurfahrzeug die Laufrichtung nicht verändern kann.
      Das Bauteil ist im Grunde nur eine Sicherung zum wenn nötig zwanghaften Lauf des Normalspurfahrzeug auf seinem Gleis.

      Ich hoffe mit meinen Worten Dir etwas Aufklärung zu dieser doch sehr selten herrschenden Situation im Gleis gegeben zu haben.

      Ralf, ich danke Dir für Deinen sehr netten Kommentar und Deiner überaus berechtigten Frage!

      Viele Grüße aus Merzien,

      Ingo

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  2. Schienenbieger15 August, 2017

    Grüße,

    ein kleiner Nachtrag zu Ingo seiner Erklärung.
    Der Radlenker ein Rlü45(glaube ich zu 95%) führt ein Schienenfahrzeug, in diesen Fall ein Normalspurfahrzeug über eine führungslosse Stelle. Meist ist der Radlenker im Gleis, gewisse Situationen verlangen es aber das er außen angebracht ist. Über den Einlauf kommt das Rad näher an die Schiene heran und ein aufklettern wird verhindert.
    Der Begriff Zwangsschiene ist in dem Fall nicht passend.

    Das dazu...bis dahin...Ahoi

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    1. Moin,

      vielen Dank für die Erklärung und Benennung der Bauteile. Wieder eine Wissenslücke geschlossen.

      Danke.

      Gruß Ralf

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    2. Moin Ralf,

      immer wieder gern!!

      Grüße aus Merzien,

      Ingo

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