Bestandaufnahme Zschornewitzer KB in Wort und Bild 2012 - 2015




Letztes Update dieser Seite erfolgte am 2. Januar 2016
(9 neue Abbildungen inklusive Beschreibung und der Überarbeitung und Vervollständigung von Textpassagen)



Der Inhalt dieser Seite soll zum aufzeigen dienen, welche Gleisanlagen, ehemalige Betriebsstellen und Gleisanschlüsse und derer Fragmente wenn noch erkennbar, Hochbauten usw. der ehemaligen Zschornewitzer Kleinbahn GmbH und dem Kraftwerk, der Elektroschmelze Zschornewitz und deren Gleisanlagen, welche von der ZKB zu "Lebzeiten" frequentiert und bedient wurden,  in den Jahren 2012 - 2015 noch im Original vorhanden sind.
Dabei werde ich teilweise die Koordinaten von einigen Standorten für Google Maps hinzufügen, so mit man sich ein eigenes Bild von dem jeweiligen Standort bilden kann.
Sämtliche Koordinaten sind nicht verlinkt, man kann sie aber kopieren.

Ich werde diese Seite versuchen ständig weiter vervollständigen da es in heutiger Zeit wieder einiges interessantes zu entdecken gibt!


Der Bereich Elektroschmelze / Treibacher Schleifmittel Zschornewitz GmbH


Die ehemalige Elektroschmelze Zschornewitz wurde vor einigen Jahren von der Treibacher Schleifmittel GmbH - einem weltweit operierenden Konzern - übernommen und produziert nun fleißig weiter.



Im langen Bogen aus Richtung Gräfenhainichen kommend ist in kürze der Bereich der ehemaligen Elektroschmelze Zschornewitz und heutiger Treibacher Schleifmittel GmbH erreicht.



Wenige Meter weiter ist der Bereich der Elktroschmelze und heutiger Treibacher Schleifmittel GmbH erreicht.
Das Hauptgleis zweigt hier nach links ab um diesen Bereich zu umlaufen.




 Der Nordbereich der ehemaligen Elektroschmelze ist auch in heutiger Zeit in Betrieb.



Heute besitzt die Treibacher Schleifmittel GmbH ein Akkuschleppfahrzeug  (ASF) aus ehemaliger DDR Produktion um ihren Werksverkehr zu bewältigen.



Der untere Bereich kurz vor der Anschlußstelle.



Zwei ehemalige Werkswagen der Elektroschmelze aus DDR Rationalisierungsmittel - Produktion  waren bestückt mit Kokillen für die Schmelze und fristen noch im Jahr 2015 im südlichen Bereich des Werkes ihr Dasein.
Die Fahrwerke beider etwas über 30 Jahre alten Wagen sind nach meiner Meinung nach noch völlig in Ordnung.



Die Südseite der Treibacher Schleifmittel GmbH mit den zwei den alten Kokoillen - Werkswagen und dem ehemaligen tschechischen Silowagen der auf Gleisen der Bahn AG nicht mehr zugelassenen bzw. die Betriebserlaubnis schon eine ganze Weile erloschen ist. Dieser Wagen wird aber immer noch im Werksverkehr eingesetzt.



Die Situation im September 2015.



Der Bereich des ehemaligen Schwellenplatz und heutigen Betreiber "Bahnbedarf Möhlau GmbH & Co KG"




Der schon zu Zeiten der DDR im Betrieb befindliche Schwellenplatz zwischen Zschornewitz und Möhlau an der ehemaligen Zschornewitzer Kleinbahn gelegen erfreut sich auch heute noch allerbester Gesundheit!
Privatisiert zum "Bahnbedarf Möhlau GmbH & Co KG" beliefert er die Deutsche Bahn mit vormontiertem neuen bzw. überholten Weichen - und Gleismaterial.
Aber nicht diesem Grund wurde fast die komplette noch vorhandene Strecke der ehemaligen Kleinbahn wieder als Streckenrangierbezirk vom Bahnhof Burgkemnitz ab reaktiviert, um auch von dieser Firma die Materialien per Bahn abfahren zu können!

Leider hat es sich nun ergeben, dass der Bahnbedarf Möhlau kein Interesse an dieser Möglichkeit des Transportweges besitzt.



Die Einfahrt mit dem Gleistor und neuer Beschilderung ist zur Aufnahme des Eisenbahnbetrieb bereit!



Der Bereich der Einfahrt zum Schwellenplatz.
Das zu sehende Gleistor ist erst vor kurzer Zeit aufgestellt worden. Auch dies bezeugt eine in kurzer Zeit nahende Aufnahme des Eisenbahnbetrieb.



Bei der Gleisanlage blieb alles beim alten, dass Gleis liegt heute noch genauso wie vor 30 Jahren. Einzig die Weiche im Hintergrund bekam - soweit wie ich es von diesem Standpunkt aus erkennen kann - einen neuen kompletten Verschluß neben einem neuen Weichenstellbock.
Rechts im Bild lagern Betonschwellen der Bauart Bs 66 der DR in sehr großer Stückzahl.



Der Bereich der Übergabestelle zwischen Zschornewitzer Kleinbahn und Kraftwerk / Elektroschmelze



Die Strecke der ZKB in Richtung Möhlau / Schwellenplatz blickend. Dieses ehemalige Hauptgleis diente zur Verbindung zwischen Möhlau und dem Kraftwerk /Elektroschmelze und weiter Richtung Gräfenhainichen Bahnhof / Jüdenberg, dem Kohlenübergabe Bahnhof und heutigem Ferropolis.
Die Koordinate ist: 51.719483,12.394951



In den 1990er Jahre errichtete man diesen "Haltepunkt" mit noch brauchbaren Holzschwellen, um mit der Eisenbahn von Ferropolis kommend Besucher in das "damalige" Industriedenkmal Kraftwerk Zschornewitz zu befördern. Diese Leistungen wurden unter anderem mit dem Doppelstock - Schienenbus der BR 670 getätigt.
Das ehemalige Kraftwerk Zschornewitz ist heute in sehr großen Teilen dem Erdboden gleichgemacht, einzig diese Haltestelle ist noch existent.

Die Koordinate lautet: 51.719684,12.396213



Etwa 200 Meter weiter Richtung Kraftwerk am Beginn des ehemaligen Übergabebahnhof zum Kraftwerk / Elektroschmelze liegt diese Weiche, einen EW 190 - 1:9L Fz auf Stahlschwellen.
Dies ist für mich eine sehr interessante Weiche, da an ihr im Anschluß ua. mehrere verschiedene Schwellenarten zu liegen kommen.
Im Bild ersichtlich sind die Holzschwellen, im abzweigenden wie auch im geraden Strang geht es ein paar Meter mit einer Mischung von Betonschwellen und Stahlschwellen weiter.
Im Hintergrund links ist noch der Haltepunkt Industriedenkmal Kraftwerk Zschornewitz zu erkennen.
Die Koordinate dieser Weiche: 51.719929,12.397357



Die Abzweigung dieser Weiche verfolgt den Weg in Richtung ehemaligem Bahnhof Zschornewitz, dessen Koordinate lautet 51.712828,12.396284, dürfte also zu Zeiten der ZKB das Hauptgleis zur Bedienung des Kraftwerk - nicht Kohle! - gewesen sein.
Das Alter und die Liegezeit dieser Weiche ist mir noch nicht bekannt, sie dürfte aber in den 1950er Jahren eingebaut worden sein.



Heute ist ein Gleistor zum Kraftwerk an dieser Abzweigung noch vorhanden wobei das Gleis durchgängig weiterführt.
Rechts im Bild der der oben gezeigte "Haltepunkt".
Die Koordinate lautet: 51.719483,12.394951



Der Blick über das linke Areal des Übergabebahnhof. Alle Gleise und Weichen sind noch vorhanden!
Im Hintergrund ist der Kleinlok - Lokschuppen zu sehen, welcher in den 1970er Jahren errichtet worden ist.



Die Gleiswaage, welche noch 1986 eine komplette neue Waage erhalten hat. Wann das Wiegehaus gebaut worden ist kann ich (noch) nicht mit Bestimmtheit sagen.
An dieser Stelle stand eine Gleiswaage, welche in den 1920er Jahren errichtet und seit dem für die Elektroschmelze tätig war.
Die Koordinate lautet: 51.720435,12.39984



Die Bühne der Gleiswaage in Richtung Möhlau / Schwellenlagerplatz schauend.



Der Kleinlokschuppen welcher heute ein Fragment eines mir (noch) unbekannten Wagen enthält.
Der Schuppen ist verschlossen und die elektrische Anlage ist noch komplett vorhanden und betriebstüchtig.
Seine Koordinaten lauten: 51.720498,12.400745



Der Blick vom Übergabebahnhof in östliche Richtung zur Strecke nach Gräfenhainichen. Die Gleise,  Weichen und der Oberbau in diesem Bereich wurden Ende der 1970er Jahre nochmals grundlegend saniert und erneuert.
Im Hintergrund ist der Standort des ehemaligen Stellwerk "Station 6" der Zschornewitzer Kleinbahn GmbH gelegen.
Die Koordinate lautet: 51.720296,12.402168



Der Bereich der Strecke zwischen der Übergabestelle und Gräfenhainichen



Dieser Streckenabschnitt wurde in der letzten Zeit wieder betriebsfähig aufgearbeitet, wobei die maximal befahrbare Geschwindigkeit bei Vmax. 10 km/h festgelegt ist.
Dabei würden verrottete Holzschwellen gegen Betonschwellen neuester Bauart ausgetauscht und mit neuem Schotter nach gestopft.
Das Gleis ist nahezu ohne Doppelschwellen verlegt, dabei die Schienenstöße bei jeweils 30 Meter Länge teils geschweißt und auch mit Laschen verschraubt.


Auf der Strecke nach Gräfenhainichen in Blickrichtung zurück zu Übergabebahnhof, welcher im Hintergrund nach einem langen S - Bogen der Gleisanlage zu finden ist.
Die Aufnahme wurde vom "wilden" Bahnübergang, welcher nicht mit dem Auto benutzbar ist, an der Zschornewitzer Beethovenstraße gemacht, welche weiterführend Zschornewitz mit Jüdenberg und Ferropolis verbindet.
Die Koordinate lautet: 51.727473,12.411191



Der "wilde" Bahnübergang Beethovenstrasse in Zschornewitz



Die Weiche des Ausweichgleis vor dem Gleisbogen.
Diese Weiche ist zum Teil in ihrem abzweigenden Ast wieder betriebsfähig hergerichtet worden und in der abzweigenden Fahrtrichtung festgelegt.
Rein optisch ist diese 45 Jahre in diesem Gleisabschnitt liegende Weiche der Bauart EW 300 - 1:9 Fz (H) in einem bemerkenswert gutem Zustand.



Wie man es im Bild erkennen kann wurde auch die Weiche nachgeschottert und gestopft. Dabei har man aber keine Schwelle auswechseln müssen wie es an anderen Stellen üblich war.



Blickrichtung aus der Weiche in Richtung "wilder" Bahnübergang.



Der Blick vom Zungenbereich der Weiche in Richtung Gleisbogen.
In diesem Gleis liegen neben den Holzschwellen auch vereinzelt Betonschwellen der DDR Bauart Bs 55 / Bs 60.
Die Koordinate lautet: 51.728786,12.413675



Ein paar Meter weiter ist eine seltsame Mischung von Holzschwellen, Bs 55 / Bs 60  Betonschwellen aus DDR Fabrikation und Betonschwellen neuster Produktion zu sehen.




Weiter in Richtung Gräfenhainichen.
Es wurden vor kurzer Zeit auch auf diesem Streckenstück verrottete Holzschwellen  gegen nagelneue aus Beton ausgetauscht.
Kurz nach diesen neuen Schwellen ist der Übergang von S 49 auf S 54 Schienen und Oberbau, auch ist es die Stelle, welche bei diesem Übergang der ehemalige Beginn der Gleisisolierung für ein Gleisbild - Stellwerk des ehemaligen BKK Bitterfeld mit Standort Gräfenhainichen darstellt. Dieses Stellwerk ist aber nicht mehr existent.
Wie vielen anderen Einrichtungen des ehemaligen Tagebau Golpa / Nord / BKK Bitterfeld, welches der Betreiber bis zum Jahr 1992 gewesen ist, wurde auch das Stellwerk mittlerweile ohne Ersatz abgebrochen.
Die Koordinate lautet: 51.728849,12.415204



Die oben beschriebene Stelle aus einer anderen Perspektive.
Im Hintergrund zwischen den zwei Baumgruppen ist die Verbindungstrasse zwischen Zschornewitz und Gräfenhainichen zu erkennen.



Der Blick zurück in den Gleisbogen.


Update dieser Seite erfolgte am: 

3. Februar 2013 (6 neue Abbildungen inklusive Beschreibung und der Überarbeitung und Vervollständigung von Textpassagen);
23. August 2013 (4 neue Abbildungen inklusive Beschreibung und der Überarbeitung und Vervollständigung von Textpassagen);
2. Januar 2016 (9 neue Abbildungen inklusive Beschreibung und der Überarbeitung und Vervollständigung von Textpassagen)

wird fortgesetzt!

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